Weissabgleich

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Datei:Unbearbeitet Blümsche.jpg Datei:Unbearbeitet Blümsche Tonwert Grauwert.jpg

Das Bild links ist unbearbeitet, beim Bild rechts wurden die Helligkeits- und Grauwerte korrigiert.

Mit Weißabgleich ist die Definition von Weiß gemeint und die Berechnung aller anderen Farben anhand dieses Referenzwertes. Weißes Papier ist allerdings selten weiß, sondern mehr oder weniger blaustichig, durch optische Aufheller. Mit einer Neutralgraukarte aus dem Fotografenbedarf ist die Bestimmung des Neutralwertes präziser.

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Kamera-Weißabgleich

Man macht den Weißabgleich mit der Kamera, sofern sie diese Funktion hat. (Manueller Weißabgleich, sollte irgendwo im Menu mit den diversen Kunstlicht-Varianten sein) Dazu startet man die Funktion, es erscheint ein Fenster im Sucher, da hält man ein weißes Papier (oder eine neutralgraue Karte, siehe oben) hin, das von der verwendeten Lichtquelle angeleuchtet wird. Die Kamera wird den gemessenen Wert entweder speichern oder dazu auffordern. In der Folge werden alle Bildinformationen anhand der Abweichung des "gesehenen" Weiß zum Idealwert berechnet, und die Kamera gibt die Farben richtig wieder. Unser Gehirn macht das genauso, wir "wissen" was weiß ist, und sehen darum Farben meist mehr oder weniger richtig, egal wie das Licht ist.


2. Nachträglicher Weißabgleich am Bildschirm

Tonwert1.jpg

Im Photoshop findet man die Funktion im Fenster "Tonwertkorrektur" (Ctrl+L). Rechts unten sind drei kleine Pipetten, eine weiße, eine graue und eine schwarze. Mit weiß und schwarz legt man den Tonwert-Umfang fest, das heißt man klickt auf die entsprechende Pipette, sucht im Bild eine grellweiße (Spitzlichter) und tiefschwarze Stelle und klickt sie an. (oder man "fährt" die kleinen Dreiecke links und rechts an den Fuß des Berges) Mit der grauen Pipette bestimmt man den Neutralgrau-Wert für die Farbeinstellung; der ist meist im Schatten des Objekts auf einer weißen Unterlage zu finden. Im Zweifelsfall muss man da mehrmals klicken, bis das Bild "stimmt", weil jede Fläche ja aus zig bunten Pixelchen gebildet wird, und wenn man da einen falschen erwischt, wirds seltsam... Dieser Tipp aus dem Filmtutorial von DawnandEvan ist auch gut: an einer Ecke ein Stückchen weißes Papier ins Sucherfeld legen, damit kann man den Weißabgleich auch machen. Im Fotografenbedarf gibts spezielle Streifen, die haben je eine Fläche weiß, schwarz und neutralgrau aufgedruckt, damit gehts luxusprima.

Dass in Punkt 2 auf einmal von Graupipetten die Rede ist, wo vorher der Weißabgleich das Thema war, ist etwas verwirrend; allerdings dienen die Schwarz- und Weißpipetten im Photoshop zur Festlegung der Extremwerte von Hell und Dunkel; die Graupipette ist für Farbe reserviert, und der ist es egal, ob sie auf weiß oder grau eingesetzt wird zum Messen. Es funktioniert beides, mit grau ist es aber in der Praxis etwas zuverlässiger.


--Angela 22:07, 27. Feb 2006 (CET)