Phoenix: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 20. August 2011, 08:40 Uhr

Allgemeine Infos

GP3 - Phoenix 160.JPG

Tischbrenner "Phoenix GP-3" für die Herstellung von Perlen und Kleinkunstgegenständen aus Glas.

Geeignet für Weich- und Borosilikatglas.

Edelstahl-Brennerkopf, Anschluss an Propangas und Sauerstoff, im Getrenntgas-System damit rückschlagsicher. Stabiles, homogenes Flammenbild. Brenner auf stabilem Gussfuß aufgebaut.

Der Phönix hat ein breites Flammenbild, aber keine sehr schmale Spitzflamme. Boro schmilzt er auch mit einem 4,5-5l Konzi gut.


Info von Dany:

Der Phoenix ist temperatur- und flammenmäßig noch ein ganzes Stück heißer/größer. Die Flamme ist sehr breit, die Seitenwärme sehr intensiv. Dies hat den großen Vorteil, dass man auch größere Arbeiten (insbesondere Skulpturen etc.) gut warmhalten kann, ohne wie eine Wilde mit dem Dorn zu wedeln . Die Flamme kann wie beim Isiheat verstellt werden. Punkterhitzung für Einsticharbeiten kann präzise durchgeführt werden. Die Nadelflamme wie beim Isiheat wird sicher nicht ganz erreicht. Allerdings mache ich keine Stringermalerei á la Isi, da mir dabei die Perle zu sehr abkühlt, insofern fehlt sie mir nicht. Wer es allerdings gewohnt ist, nach dieser Methodes Stringer zu malen, für den würde der Phoenix eine Umstellung bedeuten. Die Standard-Seitenbereichs-Stringermalerei geht am Phoenix hervorragend.

Der Phoenix ist ursprünglich ein Glasbläserbrenner. Da ich sowohl einen direkt vom Hersteller als auch einen von Armin habe, gehe ich davon aus, dass Armin die Anschlüsse (Gas und Sauerstoff) vertauscht hat. Damit wird die Flamme kleiner und der Brenner konzitauglich (bei 3,5 l). Mit den werksgetreuen Anschlüssen läuft er nicht am Konzi, aber alle die mit Flasche arbeiten, können dann auch prima kleinere Sachen blasen . Laut Hersteller ist dieser Anschlussvertausch übrigens technisch kein Problem oder Sicherheitsrisiko.

Die Annahme, dass der Phoenix ein Billigbrenner ist, stimmt absolut nicht. Der Preis, den Armin heute verlangt und bei Bezug direkt vom Hersteller ist quasi identisch. Armin macht sein Geschäft wahrscheinlich über die Menge und kalkuliert wohl nicht mit den üblichen Gewinnspannen. Ich finde es klasse, dass unser Hobby jetzt ein wenig erschwinglicher wird.

Ich habe auch Anfängerkurse gegeben, bei denen all die obigen Brenner zur Verfügung standen und die Kursteilnehmerer wurden aktiv aufgefordert, auch mal die Brenner zu wechseln. Aus dieser Erfahrung weiß ich, dass sich Anfänger bei Umstellung von z.B. Minor Bench auf Phoenix oft mit dessen Hitze schwertun. Man kann die Flamme wohl klein stellen, aber jeder neigt wohl instinktiv am Anfang zur Ungeduld (bis einen das Glas endlich diszipliniert hat) und da verführt einen die Möglichkeit der großen Flamme des Phoenix leicht. Ich denke dazu ist Auto und Führerschein ein guter Vergleich. Wenn ich meinen Führerschein mache, dann fahre ich mit dem gewohnten Golf wohl am besten. Wenn ich dann aber fahren kann, dann gefällt mir der Porsche wahrscheinlich besser.

Des Weiteren haben schon diverse Profi-Hühner den Brenner bei mir ausprobiert und es hatte bis dato noch keine ein Problem damit, eine stabile Flamme einzustellen und er hat ihnen größtenteil sehr gut gefallen.

Flammenbilder

Phoenix Flamme1.jpg

Kleinste Einstellung


Phoenix Flamme2.jpg

Normale Arbeitseinstellung - 3l Sauerstoff, Propan-Druck 2 Bar


Phoenix Flamme3.jpg

Maximale Flamme bei 3l Sauerstoff, Propan-Druck 2 Bar - das heisst, bei mehr Sauerstoff und mehr Gas ein Feuerwerfer....


Düsen :

Phoenix Duesen.jpg


Zwei Bilder der Flamme mit 3,5 l Sauerstoff und einem Gasdruck von 0,5 Bar
Neutrale Flamme
Phoenix Flamme4.jpg


Gas weiter aufgedreht - schon reduzierende Flamme?
Phoenix Flamme5.jpg