Hot Head: Unterschied zwischen den Versionen

Aus PerlenWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
K (Linkkorrektur perlentreff.de)
(Der Hot Head Brenner, Allgemeines: Ergänzung: Link zum Eingasbrenner)
 
Zeile 1: Zeile 1:
 
== Der Hot Head Brenner, Allgemeines ==
 
== Der Hot Head Brenner, Allgemeines ==
  
Der '''Hot Head''' wird in den USA sowohl (ohne Druckminderer) mit [[Gaskartusche]]n als auch mit [[Gasflasche]]n betrieben. Gemeinsam ist diesen Brennern, daß sie den zur Verbrennung benötigten [[Sauerstoff]] der angesaugten Umgebungsluft entnehmen und ihn nicht über einen zweiten Schlauch zugeführt bekommen.  
+
Der '''Hot Head''' wird in den USA sowohl (ohne Druckminderer) mit [[Gaskartusche]]n als auch mit [[Gasflasche]]n betrieben. Er wird, wie andere Lötbrenner auch,  oft als "[[Eingasbrenner]]" bezeichnet. Gemeinsam ist diesen Brennern, daß sie den zur Verbrennung benötigten [[Sauerstoff]] der angesaugten Umgebungsluft entnehmen und ihn nicht über einen zweiten Schlauch zugeführt bekommen.  
Der Hot Head ist auf den Betrieb mit [[Propylen]] oder [[Methylacetylen]] optimiert. Mit [[Propan]] betrieben muß man ihn recht weit aufdrehen, da sonst das zu magere Gemisch keine stabile Flamme erzeugt. Er ist allerdings auch mit [[Propan]] ein gutes "Arbeitspferd". Dieser Brennerkopf wird im Handel mit den unterschiedlichsten Halterungen und Schlauchadaptern angeboten. Er wird in Deutschland immer über einen [[Druckminderer_Propan|Druckminderer]] und einem Mitteldruckschlauch an der Flasche montiert. Beim Vordruck gibt es eher eine Untergrenze, da der Brenner auf den vollen Druck in der Flasche ausgelegt ist. Diese Untergrenze liegt bei Ca. 1,8bar; 2,5-4 bar scheinen üblich zu sein.
+
Der Hot Head ist auf den Betrieb mit [[Propylen]] oder [[Methylacetylen]] optimiert. Mit [[Propan]] betrieben muß man ihn recht weit aufdrehen, da sonst das zu magere Gemisch keine stabile Flamme erzeugt. Er ist allerdings auch mit [[Propan]] ein gutes "Arbeitspferd". Dieser Brennerkopf wird im Handel mit den unterschiedlichsten Halterungen und Schlauchadaptern unter verschiedenen Handelsnamen angeboten. Er wird in Deutschland immer über einen [[Druckminderer_Propan|Druckminderer]] und einem Mitteldruckschlauch an der Flasche montiert. Beim Vordruck gibt es eher eine Untergrenze, da der Brenner auf den vollen Druck in der Flasche ausgelegt ist. Diese Untergrenze liegt bei Ca. 1,8bar; 2,5-4 bar scheinen üblich zu sein.
  
  
 
----
 
----
 
 
  
 
== Troubleshooting 1: Düse reinigen ==
 
== Troubleshooting 1: Düse reinigen ==

Aktuelle Version vom 26. September 2014, 19:58 Uhr

Der Hot Head Brenner, Allgemeines

Der Hot Head wird in den USA sowohl (ohne Druckminderer) mit Gaskartuschen als auch mit Gasflaschen betrieben. Er wird, wie andere Lötbrenner auch, oft als "Eingasbrenner" bezeichnet. Gemeinsam ist diesen Brennern, daß sie den zur Verbrennung benötigten Sauerstoff der angesaugten Umgebungsluft entnehmen und ihn nicht über einen zweiten Schlauch zugeführt bekommen. Der Hot Head ist auf den Betrieb mit Propylen oder Methylacetylen optimiert. Mit Propan betrieben muß man ihn recht weit aufdrehen, da sonst das zu magere Gemisch keine stabile Flamme erzeugt. Er ist allerdings auch mit Propan ein gutes "Arbeitspferd". Dieser Brennerkopf wird im Handel mit den unterschiedlichsten Halterungen und Schlauchadaptern unter verschiedenen Handelsnamen angeboten. Er wird in Deutschland immer über einen Druckminderer und einem Mitteldruckschlauch an der Flasche montiert. Beim Vordruck gibt es eher eine Untergrenze, da der Brenner auf den vollen Druck in der Flasche ausgelegt ist. Diese Untergrenze liegt bei Ca. 1,8bar; 2,5-4 bar scheinen üblich zu sein.



Troubleshooting 1: Düse reinigen

-Zuerst wird der Brenner von der Gasflasche getrennt und das Nadelventil geschlossen.

-Jetzt wird das Winkelrohr in einen Schraubstock eingespannt, daß der Brennerkopf frei zugänglich ist.
-Dann wird ein dünner Schraubendreher (möglichst genau passender Kreuzschlitz-Schraubendreher) durch die Luftlöcher gesteckt und der Brennerkopf abgeschraubt.
-Die im Rohrende steckende Düse wird heraus genommen. (Sie kann jetzt mit sauberem Waschbenzin gereinigt werden, wenn sie irgendwie verklebt aussieht)
-->ACHTUNG: Diese Schritte MUESSEN im Freien oder bei bester Lüftung durchgeführt werden (Brand- und Explosionsgefahr) ! ! ! ! ! ! (Siehe auch Fußnote 1 unten)
-Der demontierte Brennerkopf wird wieder an der Gasflasche montiert und nochmals nachgeprüft, ob das Nadelventil geschlossen ist.
-Jetzt wird an der Flasche das Gas aufgedreht und der Druckminderer auf hohen Druck gestellt.

-Die Düse wird mit einer kleinen Zange verkehrtherum auf das Winkelrohr gedrückt und das Nadelventil kurz geöffnet und sofort wieder geschlossen. Das wird einmal wiederholt.
-Jetzt wird die Gasflasche geschlossen und der Brenner demontiert. (Ab hier darf wieder drin gearbeitet werden)
-Die Düse wird wieder ins Winkelrohr gesteckt und der Brennerkopf wieder aufgeschraubt. Er muß fest, aber nicht mit Gewalt, aufgeschraubt werden, um nicht undicht zu sein. (Fußnote 2) Dazu wird das Winkelrohr wieder in den Schraubstock eingespannt.
-Zum Schluss wird, zur Sicherheit im Freien, eine Brenn- und Dichtigkeitsprobe gemacht. Zur Lecksuche wird Seifenwasser empfohlen, das natürlich NICHT in die Luftlöcher geraten darf.

Fußnote 1: Wer Druckluft zur Verfügung hat sollte diese zum Sauberblasen der Düse benutzen. Bitte NIE mit irgendwelchen Nadeln oder sonstigen Gegendtänden in der Düsenbohrung herumpiddeln: Das ZERSTÖRT die Düse garantiert. Es kann vorkommen, daß flüssiges Gas in und später auch durch den Druckminderer hindurch zu "schlagen". Die darin gelösten Odorierungsmittel und schwer verdampfbaren Anteile können dann bis zur Düse heraufwandern und sie dann teilweise verstopfen.

Fußnote 2: Die Konstruktion verhindert weitgehend, daß das Gas zwischen dem Gewinde am Rohr und dem Brennerkopf entweichen kann. Also Handfest und nur wenig mehr festdrehen.


Troubleshooting 2:Leck am Ventilschaft

Das geht NUR OHNE Gasflasche! In meinem Modell (10 Jahre alt) sieht es folgendermaßen aus: Unter dem Rädchen ist eine Sechskantmutter, die man lösen kann. Also: zuerst das Ventil aufgedreht und dann die Mutter abgedreht. Dann das Ventil ganz herausgedreht. Im Loch wird ein O-Ring aus Gummi sichtbar. Der dichtet den Ventilschaft gegen den Ventilblock ab. Möglicherweise ist er beschädigt. Hier rate ich, den Hersteller um Rat zu fragen (Adresse unten). Der Zusammenbau erfolgt umgekehrt: Ventilspindel ins Gewinde eindrehen und NICHT verkanten. Sobald das Gewinde der Spindel verschwunden ist ungefähr drei Umdrehungen weiter drehen und die kleine Sechskantmutter wieder hineindrehen. Dabei die Ventilspindel vorsichtig weiter hinein drehen. Wenn die Mutter fest sitzt und die Spindel gewohnt leicht läuft kann das Ventil geschlossen werden zur "Seifenschaumprobe".

Hot-Head Glass 7711N Kenneth Ave. Skokie, Il., 60076 USA

Tel.: 001-800-347-3387

ACHTUNG SICHERHEITSHINWEIS UND HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Diese Information erfolgt nach bestem Wissen und entbindet nicht von der im Umgang mit derartigen Geräten notwendigen Sorgfalt.


Quelle Perlentreff --Dietmar 19:05, 1. Dez 2006 (CET)

Flammenbilder

HotHeadFlamme1.jpg Neutrale Flamme


HotHeadFlamme2.jpg Leicht reduzierende Flamme


HotHeadFlamme3.jpg Reduzierende Flamme


HotHeadFlamme4.jpg Stark reduzierende Flamme


HotHeadFlamme5.jpg Extrem stark reduzierende Flamme


HotHeadFlamme6.jpg Arbeitsbereich in der neutralen Flamme